Cybersicherheit bei Remote-Arbeit
25 Juni 2024

Während auch im Jahr 2024 die Debatte über die Produktivität von Mitarbeitern, die von zu Hause aus arbeiten, weiterhin diskutiert wird, ist ein weiterer Faktor, der in einem hybriden oder vollständig Remote-Unternehmen besondere Aufmerksamkeit erfordert, die Cybersicherheit am Arbeitsplatz.

Von Unternehmen wird erwartet, dass sie eine robuste Cybersicherheitslage aufbauen und aufrechterhalten, um die Informationen ihrer Kunden vor Cyberangriffen und Datenverletzungen zu schützen. Dazu gehört die Implementierung von Sicherheitsmassnahmen, das Praktizieren eines sicheren Online-Verhaltens, die Gewährleistung des Datenschutzes und die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle und -verletzungen. Ein Unternehmen kann als fahrlässig befunden werden, wenn es nicht nachweisen kann, dass es die erforderlichen Mindestmassnahmen zur Cybersicherheit eingehalten hat.

Welchen Cybersicherheitsrisiken sind Remote-Mitarbeiter ausgesetzt?
Die Umstellung auf Remote-Arbeit hat eine Reihe von Cybersicherheitsrisiken mit sich gebracht, die Unternehmen bewältigen müssen. Immer mehr Menschen haben einen Job angefangen und ihn verlassen, ohne ihre Kollegen auch nur einmal persönlich getroffen zu haben. Dieser Mangel an persönlicher Interaktion kann die Anfälligkeit für Social Engineering und Phishing erhöhen, da Remote-Mitarbeiter ausserhalb der traditionellen Büroumgebung möglicherweise nicht das gleiche Mass an Wachsamkeit an den Tag legen. Schwache Passwörter stellen eine erhebliche Bedrohung dar und untergraben selbst robuste Cybersicherheitsabwehrmechanismen wie Firewalls und VPNs. Cyberkriminelle nutzen diese Schwachstellen auf verschiedene Weise aus, darunter Ransomware-Angriffe, die Daten als Geisel nehmen, und Phishing-Schemata, die Mitarbeiter dazu verleiten, vertrauliche Informationen preiszugeben.

Methoden für das Risikomanagement im Bereich Cybersicherheit
Im Zeitalter der Remote-Arbeit stehen Unternehmen vor einzigartigen Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit, die massgeschneiderte Strategien für das Risikomanagement erfordern. Hier sind einige Expertenmethoden zum Schutz Ihres Remote-Unternehmens:

1. Um sich bestmöglich vor Kriminellen zu schützen, muss man erst einmal wissen was man schützen muss. Vielen Organisationen fehlt der Einblick in diese kritischen Assets, was so ist, als würden sie ihre digitalen Türen unverschlossen lassen. Zu wissen, was geschützt werden muss, ist der erste Schritt zum Schutz.
2. Erfassen Sie den vollständigen Kontext jeder Verbindung in Ihrem Netzwerk. Implementieren Sie strenges Identitätsmanagement, Gerätestatuskontrolle und detaillierte Anwendungsberechtigungen. Dieser Ansatz hilft dabei, Anomalien zu erkennen und unbefugten Zugriff zu verhindern.
3. Cybersicherheitsschulung für Remote-Teams: Remote-Teammitglieder, die oft isoliert arbeiten, werden möglicherweise nachlässig, was Sicherheitspraktiken angeht. Regelmässige Schulungen zu bewährten Verfahren der Cybersicherheit sind unerlässlich, um alle wachsam und informiert zu halten.

Aber selbst die besten Massnahmen können nicht jedes Risiko eliminieren. Der beste Weg, Ihr Risiko zu reduzieren und Fahrlässigkeit zu vermeiden, ist ein effektives Risikomanagement. Dies umfasst mehrere Schritte:

1. Risikoidentifizierung: Dokumentieren Sie alle potenziellen Bedrohungen und Schwachstellen. Nutzen Sie Risikobewertungen, Sicherheitsprüfungen und historische Datenanalysen, um Risiken aufzudecken.
2. Risikobewertung: Bewerten Sie die Wahrscheinlichkeit und Auswirkung jedes Risikos. Berücksichtigen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Bedrohungen Schwachstellen ausnutzen, und die Folgen solcher Ereignisse.

3. Risikopriorisierung: Weisen Sie Risikostufen zu, um sie basierend auf ihren potenziellen Auswirkungen und ihrer Bedeutung für das Unternehmen zu priorisieren.
4. Risikominderung: Entwickeln Sie Strategien zur Risikominderung. Dies kann Sicherheitsmassnahmen wie Firewalls, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen sowie Mitarbeiterschulungen und Notfallreaktionspläne umfassen.

5. Überwachung und Überprüfung: Bewerten Sie kontinuierlich die Wirksamkeit Ihrer Risikominderungsstrategien. Bleiben Sie über die sich entwickelnde Bedrohungslandschaft auf dem Laufenden, um sicherzustellen, dass Ihr Risikomanagement relevant bleibt.

Software für das Sicherheitsrisikomanagement hilft Unternehmen, die zusätzlichen Cybersicherheitsrisiken zu bewältigen, die mit der Fernarbeit einhergehen. Durch die Zentralisierung von Informationen in einem einheitlichen Repository bietet sie Unternehmen wichtige Erkenntnisse und priorisiert Risiken. Diese Zentralisierung ist der Schlüssel zur Vermeidung der Fallstricke der Nachlässigkeit, da sie sicherstellt, dass alle Compliance-Informationen und IT-Sicherheitsmassnahmen konsequent angewendet und überwacht werden. Die Fähigkeit der Software, konfigurierbare Berichte und Dashboards zu erstellen, ermöglicht Echtzeiteinblicke in die Sicherheitslage des Unternehmens über Silos hinweg, ermöglicht schnelles Handeln bei dringenden Risiken und stellt sicher, dass nichts übersehen wird. Sie schützt vor den kostspieligen Folgen von Nachlässigkeit, indem sie Unternehmen informiert, konform und sicher hält.